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Frizz ade: So glätten Sie Ihre Haare zu Hause richtig – Schritt-für-Schritt-Anleitung mit den passenden Geräten
Das kennen die meisten von uns: Man glättet sich morgens mühevoll die Haare, sieht im Bad auch top aus – und nach dem Weg zur Arbeit ist aus dem glatten Ansatz wieder ein flauschiger Kamm aus fliegenden Härchen geworden. Frizz entsteht nicht, weil Ihr Haar „kaputt“ ist, sondern weil feuchte Luft in die Haarschuppe zieht und sie aufstellt. Wer richtig glättet, arbeitet genau dagegen: mit trockenem Haar, kontrollierter Hitze, Ionentechnologie und einer sauberen Fixierung. In dieser Anleitung gehen wir das Thema von vorne bis hinten durch – von der Vorbereitung über die Wahl des richtigen Geräts bis zu den Fehlern, die 90 % der Menschen beim Glätten machen.
Schritt 1: Die Vorbereitung entscheidet, wie lange es glatt bleibt
Der häufigste Fehler passiert, bevor überhaupt ein Gerät eingeschaltet wird. Nasses oder nur handtuchtrockenes Haar niemals mit einem Glätteisen oder einer Glättbürste stylen – das kocht das Wasser im Haar buchstäblich und schädigt die Struktur. Rechnen Sie damit, dass Ihr Haar zu mindestens 80 % trocken sein muss, bevor Sie hitzebasiert glätten.
Auftragen sollten Sie vorab ein Leichtes Hitzeschutzspray und – bei sehr trockenem oder gefärbtem Haar – eine kleine Menge Leave-in-Pflege nur in den Längen. Am Ansatz Finger weg, sonst wird alles schnell fettig und platt.
Schritt 2: Richtig föhnen – der halbe Glättvorgang
Ein großer Teil des Glättergebnisses entsteht beim Trocknen. Föhnen Sie das Haar in einem Zug von den Wurzeln Richtung Spitzen, immer mit dem Luftstrom in Wachstumsrichtung – so legt sich die Schuppe an. Für extra Glättung spannen Sie Strähnen mit einer Rundbürste und föhnen entlang der Bürste. WerLocken oder Wellen hat und ein sanftes Volumen-Glatt möchte, arbeitet besser mit einem Diffusor und niedriger Stufe.
Wichtig am Ende: der Kühlluftstoß. Kalte Luft verschließt die Haarschuppe und „friert“ die Form ein – ohne diesen Schritt fällt Ihr Styling deutlich schneller zusammen.
Schritt 3: Das richtige Glättgerät für Ihren Haartyp
Nicht jedes Haar braucht ein klassisches Glätteisen. Die Wahl des Geräts ist der Unterschied zwischen einem Ergebnis, das bis zum Abend hält – und einem, das nach der ersten Regenpfütze aufgelöst ist.
Lockiges, welliges oder dickes Haar: Hier brauchen Sie kontrollierte Hitze über längere Zeit. Eine Glättbürste ist oft die bequemste Lösung, weil sie wie eine normale Bürste durchs Haar gleitet, keine Brandblasen an der Kopfhaut verursacht und gleichzeitig spannt.
Feines Haar: Weniger Hitze, mehr Kontrolle. Arbeiten Sie mit niedrigen Stufen zwischen 160 und 180 °C und trennen Sie kleine Strähnen. Feines Haar hält Glättung zwar gut, wird aber auch schneller überhitzt.
Nur der Ansatz, schnell zwischendurch: Eine Warmluftbürste ist ideal, um Nachmittags-Fluffiness in fünf Minuten zu beseitigen, ohne das ganze Haar neu zu stylen.
Ob Glättbürste oder Warmluftbürste, die Grundtechnik bleibt gleich:
Strähnen ziehen. Teilen Sie das Haar in vier bis sechs Zonen: zwei Hinterkopfzonen, zwei Seitpartien, Oberkopf. Mit Klammern fixieren.
Von unten arbeiten. Beginnen Sie an der untersten Zone und arbeiten Sie sich nach oben. So nichts übersehen und nichts wird doppelt erhitzt.
Kleine Strähnen, langsam ziehen. Etwa daumendick. Slow and steady schlägt schnell und hektisch – die Hitze braucht eine Sekunde, um die Schuppe zu verschließen.
Ionen nutzen. Geräte mit Ionen-Technologie neutralisieren die statische Aufladung, die Frizz erst so richtig sichtbar macht. Das ist kein Marketing-Gag, sondern physikalisch nachweisbar.
Fixieren. Nach dem Styling nicht fummeln, nicht bürsten, nicht aus dem Fenster lehnen. Die Form stabilisiert sich in den ersten 20 Minuten.
Extra-Volumen beim Glätten – ja, das geht
Viele befürchten, dass glatte Haare platt aussehen. Der Trick liegt am Ansatz: Föhnen Sie die Wurzeln gegen die Wuchsrichtung und glätten Sie nur die Längen. Wer zusätzlich Volumen an der Wurzel möchte, kann eine Kreppeisen-Technik anwenden: unter dem Deckhaar an der Wurzel abweichend crimpen – das hebt das Haar von innen, ohne dass es nach außen sichtbar ist.
Zu heiß für feines Haar. Mehr Hitze heißt nicht mehr Glättung, sondern mehr Schaden. 160 °C reichen für feines Haar völlig.
Zu große Strähnen. Daumendick ist die Regel. Alles darüber bleibt außen glatt und innen wellig.
Haare noch feucht. Zischt und dampft es beim Stylen, ist das Haar noch zu nass. Erst vollständig trocknen.
Kein Hitzeschutz. Bei regelmäßigem Styling mit 200 °C ohne Schutz sieht man nach einigen Wochen die trockenen Spitzen.
Kein Kühlluftstoß. Ohne Kältefixierung sitzt die Schuppe nicht und die Frizz-Abwehr ist beim ersten Wetterumschwung dahin.
Und noch etwas: Nach dem Styling die Haare nicht mehr mit einer normalen Bürste durchkämmen. Wer Glättung fixieren will, nutzt nur die Finger oder einen groben Kamm.
Fazit: Glätten ist eine Technik, kein Zufall
Wer die vier Grundlagen beherrscht – ausreichend getrocknetes Haar, richtige Temperatur, kleine Strähnen, Kühlluft –, bekommt mit den richtigen Geräten auch zu Hause ein Ergebnis, das einen Salongang problemlos ersetzt. Ionen-Technologie und ein gut regulierbarer Temperaturbereich sind dabei die entscheidenden Merkmale, auf die Sie beim Kauf achten sollten. Und ehrlich: Einmal die Technik gelernt, sparen Sie sich pro Styling rund 30 Euro Salonbudget – das rechnet sich schnell.